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Veranstaltungen
10|2007
Fr-Sa, 19.10.–20.10.2007
The Global Challenge of Art Museums II
Where is Art Contemporary?
Internationale Konferenz im ZKM_Kubus
Freitag, 19. Oktober: 10.15 - 18.30 Uhr
Samstag, 20. Oktober:
9.15 - 19.00 Uhr
Eintritt: EUR 10/6 [Tageskarte], begrenzte
Platzanzahl, Tagungssprache: Englisch
Anmeldung unter: gam zkm.de
→ Konferenzprogramm [.pdf] [.html]
→ Hotels in Karlsruhe [.pdf]
→ Stadtplan Karlsruhe
→ Information
in English
→ http://globalartmuseum.de
An der internationalen Konferenz Where is Art Contemporary? The Global
Challenge of Art Museums II nehmen Vertreter von Museen aus allen Erdteilen
teil. Sie wurden vom ZKM eingeladen, um die heutige Situation der Kunstinstitution
Museum aus ihrer Sicht und dabei Erfahrungen vorzustellen, die oft ganz anders
sind, als wir sie hierzulande kennen. Es gibt derzeit viele Theorien über
das, was das Kunstmuseum ist, nicht ist oder sein soll. Aber wir wissen gewöhnlich
nicht, wie die Praxis in den Kunstmuseen aussieht, vor allen Dingen, wenn sie
mit einem ganz anderen Kunstbegriff umgehen muss.
Solche Fragen stellen sich vor allem angesichts der zeitgenössischen
Kunst, bei der wir gewöhnlich nur ihre Vermarktung im Auge haben. Die
Konferenz macht dagegen den Versuch, den Kunstbegriff zur Debatte zu stellen,
nachdem die Globalisierung der Kunst vor allem außerhalb des Westens
ganz neue Entwicklungen hervorbringt. Davon sind nicht nur die Kunstmuseen,
sondern auch die bisher ethnologischen Museen betroffen, die sich derzeit in
Museen der Kulturen der Welt umbenennen. Vertreter beider Gattungen von Museen
treffen auf der Konferenz erstmals zusammen. Die Konferenz will also dazu beitragen,
dass ein gewisses Ghetto, das durch die westliche Kunsterfahrung entstanden
ist, geöffnet wird. Es werden Themen und Fragen vorgetragen, die oft bisher
noch gar keine Aufmerksamkeit gefunden haben. Schließlich will das ZKM
mit dieser Tagung ein neues Projekt vorstellen, in dem die Museumsfrage neu
und zeitgemäß gestellt werden soll. Die Redner werden sich in drei
Sektionen äußern, welche jeweils einer der großen Regionen
der heutigen Welt gelten. Die erste Sektion wird im weitesten Sinne die Verhältnisse
in Afrika aufrollen und den Blick auf den Nahen Osten erweitern. Die zweite
Sektion gilt der neu entstandenen Kunstgeographie mit vielen Museumsgründungen
in der asiatisch pazifischen Welt. Die dritte Sektion wird, mit ebenfalls prominenten
Vertretern, die wiederum anderen Verhältnisse in Lateinamerika vorstellen.
Als eine Institution mit Museen, Forschungslaboratorien und eigenen Produktionsstätten
sieht sich das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
als Relais in einem Netz von Partnerinstitutionen, in denen die zeitgenössische
Kunst einen Standort besitzt. Das ZKM hat für Medientechnologie und Kunst
einen Gründungsauftrag, der heute, besonders im Angesicht des 10 jährigen
Jubiläums, nach einer globalen Perspektive verlangt.
Zum Schlagwort in den aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatten
geworden, definiert sich Globalisierung gewöhnlich über
die Märkte und den technischen Fortschritt, insbesondere in den Kommunikations-
und Transporttechniken. Während sich globale Städte zu einer neuen
wirtschaftlichen Weltordnung formen, bewegen sich Kapital, Menschen, Ideen,
Bilder und Waren immer schneller über den Globus. Welche Rolle fällt
in dieser Entwicklung heute Museen zu, deren Verflechtung mit ökonomischen
und kulturpolitischen Interessen immer größer wird. Während
die Sammler und Kunstmessen alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, gilt das nicht
für öffentliche Museen. Aber gerade diese werden maßgeblich
und nachhaltig entscheiden, welchen Wandel die globalisierte Kunstpraxis in
den einzelnen Regionen der Welt nehmen wird. Das gilt für die postethnische
Produktion ebenso wie für den Abschied von einem immer noch kolonialen,
nämlich westlichen konnotierten, Kunstbegriff. Das Zeitgenössische
wird in einer dezentrierten Welt sehr unterschiedlich wahrgenommen. Sowohl
Institutionen, die bisher westliche Kunst der Gegenwart gesammelt haben, aber
auch die anderen, deren Sammelgebiet bisher auf ethnisches Kunsthandwerk beschränkt
war, sind künftig auf einen neuartigen Dialog angewiesen, den die geplante
Konferenz in Gang setzen will.
Die Tagung legt den Schwerpunkt auf Institutionen, die von der entgrenzten
Kunstpraxis und ihren Widersprüchen in erster Linie betroffen sind. Es
geht dabei um das, was als zeitgenössische Kunst einer neuen Definition
bedarf, wenn man sie aus ihrem westlichen Bezugsrahmen löst. Es geht um
die Institutionalisierung einer Kunst, wie sie in den weltweit eingerichteten
Biennalen hervortritt. Ist ihre Institutionalisierung überhaupt mit dem
hergebrachten Museumstypus, der an ein lokales Publikum angebunden ist, vereinbar?
Es geht um die Zukunft der Museen und um die Frage ihrer Sinngebung im globalisierten
Zeitalter. Die Tagung will für diese Debatte einen Ort schaffen, an welchem
diese Zukunft beginnt.
Teilnehmer und Referenten u.a.:
Claude Ardouin, British Museum / London
Hans Belting, Karlsruhe
Andrea Buddensieg, ZKM | Karlsruhe
Koeki Claessens, Royal Central African Museum / Brüssel
Jorge Glusberg, CAYC / Buenos Aires
Miguel A. Hernández, CENDEAC / Murcia
Oscar Ho Hing-kay, The Chinese University of Hong Kong / Hong Kong
Michael Hübl, Karlsruhe
Gregor Jansen, ZKM / Karlsruhe
Ángel Kalenberg, Montevideo
Ramón Lerma, Ateneo de Manila University
/ Manila
Justo Pastor Mellado, Salvador Allende Museum / Santiago de Chile
Alexandra Munroe, Solomon R. Guggenheim Museum / New York
Fumio Nanjo, Mori Art Museum / Tokio
Colin Richards, University of the Witwatersrand / Johannesburg
Wonil Rhee, Digital Media City Seoul / Seoul
Rafael Sámano, MUAC / Mexico Stadt
Mirjam Shatanawi, KIT Tropeninstitut / Amsterdam
Eugene Tan, Institute of Contemporary Arts Singapore
/ Singapur
Peter Weibel, ZKM / Karlsruhe
William Wells, Townhouse Gallery of Contemporary Art / Kairo
Mit Unterstützung der


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