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Web of Life. Lebende Netze ein Projekt zwischen Kunst und Wissenschaft

Web of Life ist ein interdisziplinäres Projekt. Es überwindet die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft. Unser immer stärker vernetztes Leben verlangt eine radikal neue Denkweise. Das neue Paradigma, die Netzlogik, gründet auf einem umfassenden Verständnis für die Gesetze der Netze in Natur, Wirtschaft und Gesellschaft. Die drei Elemente des Projekts inszenieren Netzlogik auf je unterschiedliche Weise: das auf fünf Standorte verteilte interaktive Medienkunstwerk, eine Website und das Buch »Web of Life. Die Kunst vernetzt zu leben«.

Das Projekt wurde von dem Medienkünstler Jeffrey Shaw und dem Wissenschaftspublizisten Michael Gleich konzipiert und zusammen mit einem Team prominenter Künstler, Designer, Architekten, Komponisten, Wissenschaftler und Techniker realisiert: Visualisierungskonzept & - software: Bernd Lintermann ; Videokonzept & -realisierung: Lawrence Wallen ; Audiokonzept, Audiosoftware & Sound Design: Torsten Belschner ; Architektur, Design und Planung der ZKM Installation sowie der Hängeinstallation: Manfred Wolf-Plottegg und Arne Böhm.

Träger ist das Institut für Bildmedien im ZKM Karlsruhe, gesponsert wird das Projekt von der Aventis Foundation .

Das auf fünf Standorte verteilte Medienkunstwerk besteht aus einer permanenten und aufwändig gestalteten Installation im Medienmuseum des ZKM Karlsruhe und vier mobilen Installationen, deren Design so gewählt ist, dass sie während der Projektlaufzeit an verschiedenen Orten weltweit ausgestellt werden können. Die Interaktionen von Benutzern an einem Standort beeinflussen dabei das audiovisuelle Verhalten sämtlicher Installationen.

Im Rahmen des Intermedium 2 Festivals wurde Web of Life am 22. März 2002 eröffnet und wird bis Anfang 2004 an verschiedenen Standorten weltweit installiert und per Datenleitung vernetzt.

Vom 28. Februar bis zum 1. September 2002 war Web of Life Teil der Ausstellung "Das Netz Sinn und Sinnlichkeit vernetzter Systeme" im Museum für Kommunikation Frankfurt.

Im Rahmen der New Media Culture Week Zagreb, die vom 1. bis zum 7. Mai 2002 in Zagreb, Kroatien, stattfand, wurde auch eine Station des Web of Life präsentiert.

Vom 15. Juni bis zum 28. Juli 2002 wurde die Arbeit im Rahmen von ERDE 2.0 der zentralen Ausstellung zum 50jährigen Jubiläum des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart gezeigt.

Die nächste Station des Projektes befand sich in Südamerika: "emocao art ficial emotion" in Sao Paulo wurde vom Itau cultural organisiert und präsentierte Arbeiten, die von 14 geladenen Medienzentren weltweit eingereicht wurden, vom 10. August bis zum 13. Oktober auch das Web of Life.

Ebenso war eine Installation des Projekts auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg zu sehen und zu hören. Die internationale Konferenz, zu der rund 50.000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet wurden, dauerte vom 26. August bis zum 5. September 2002. Die Bodenversion des Web of Life wurde präsentiert im Environment Center der Weltnaturschutzunion IUCN.

Von Afrika aus wanderte das Projekt nach Asien, wo es drei Stationen präsentierte:
Die erste Präsentation fand vom 23.10. bis zum 3.11.2002 im Rahmen des Multimedia Art Asia Pacific [MAAP] Festivals in Peking statt. Im Kunstmuseum des Millenium Monument erfolgte die visuelle Darstellung des Web of Life über eine 31 Meter lange Videowand.

Zweite Station in Asien war das 11. ISEA-Symposium, das vom 27. bis zum 31.Oktober eine Bodeninstallation des Web of Life auf dem Messegelände von Nagoya, Japan ausstellte.

Vom 19. Dezember 2002 bis zum 28. März 2003 machte eine Bodeninstallation im Inter Communication Center [ICC], in Tokio Station. Das ICC ist eine 1997 eröffnete innovative Kultureinrichtung, deren Ziel es ist, den Dialog zwischen Technologie und Kunst mit dem Schwerpunkt auf dem Thema "Kommunikation" zu fördern.

DEAF, das Dutch Electronic Art Festival ist ein internationales FEstival, das von V2_ in Rotterdam [NL] organisiert wird und interdisziplinäre Projekte aus Kunst, Technologie und Gesellschaft präsentiert. Im Rahmen des DEAF Festivals finden u.a. Live-Performances, Symposien, Seminare und Workshops statt. Vom 25.02. bis zum 09.03 konnte das Web of Life bei DEAF Festival gesehen und gehört werden.

Das Center of Advanced European Studies And Research [Cesar] ist ein internationales, multi-disziplinäres Forschungszentrum in Bonn, das Projekte zu innovative Technologien in den Gebieten Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Informationswissenschaft durchführt. Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten des Caesar-Neubaus war zwischen dem 30. Mai und dem 26. Juni 2003 eine Bodeninstallation des Web of Life in Bonn ausgestellt.

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