: ZKM :: Features :: Schreiben am Netz :: looppool
 
 

  

L o o p p o o l N u l l - D

Objektorientierte Poesie

link ---> http://www.looppool.de/looppool_null_d_index.htm

Das Looppool Prinzip für fließende und nahtlose Verzweigungen nichtlinearer Zeitmedien wurde 1997 von Bas Boettcher an der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt. - Dem statischen und stockenden Stream heutiger Hypermediawelten mit ihrem oft fragmentarischen Charakter setzt die Looppool Idee flexible ästhetische Schnittstellen und Formate für Musik, Dichtung und bewegte Bilder entgegen, die - ähnlich wie bei einem DJ-Mix - für rhythmische und stylische »Kompatibilität« sorgen. Seit der Veröffentlichung eines ersten Prototyps unter www.looppool.de sind unter der Regie von Böttcher verschiedene Hypermedia Cluster entstanden, in denen sich das Looppool Prinzip manifestiert. - Der »Looppool vom süßen Leben« gewann 1998 beim »Pegasus - Wettbewerb für neue Ausdrucksformen im Internet« Den Sonderpreis der »Zeit«, »IBM« und von »ARD-Online«.

Im Auftrag des Zentrums für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (ZKM) entwickelte der Rap Poet Bas Boettcher zusammen mit dem Programmierer Willehard Grafenhorst nun eine streamingfaehige Version des Looppools.

Ab jetzt koennen dem Poetry Cluster weitere Wortloops 'on the fly' hinzugefuegt werden.
Im Laufe der Ausstellung "Schreiben im Netz" wird der Looppool Null-D kontinuierlich wachsen und Metastasenaehnliche WortKnoten bilden. Die neue Version traegt den Namen "Looppool Null - D". Analog zu den FunktionsPrinzipien virtueller 3D Welten, soll der "Looppool Null - D" eine Reise durch PoesieWelten vermitteln.

Der Rezipient kann verschiedene TextPfade auswaehlen und damit den Verlauf vom abgespielten Rap Track manipulieren, ohne das Metrum anzuhalten oder aus dem Takt zu bringen. - Zur Orientierung ist die nichtlineare Struktur dieses Clusters mit den jeweiligen AuswahlMoeglichkeiten auf der Graphischen Benutzer Oberfläche dargestellt. Prinzipiell ist der Looppool aber an keine feste FlowChartStruktur gebunden. Die Verzweigungen der verschiedenen Threads können systematisch geordnet oder vollkommen chaotisch angelegt sein, solange die Looppool Standards für Schnittstelle und Format des Wortbausteins eingehalten werden. Selbst die weit verzweigte Struktur des Berliner U-Bahn Netzes könnte schon bald zur Vorlage für ein weiteres Hyperpoetry Cluster dienen.

Sebastian Böttcher

© 2014 ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe :: Impressum/Web Site Credits