ZKM_Medialounge
Bänder der »Audiovisuellen Dokumentation« der documenta 5, 1972 von Karl Oskar Blase
[im Bestand der Mediathek des ZKM_Karlsruhe]
Konrad Fischer
Der Düsseldorfer Galerist realisierte zusammen mit Klaus Honnef die Abteilung "Idee +
Idee/Licht" der documenta 5 und spricht vor allem über die Problematik der
Konzeptkunst, u.a. Art & Language, Hanne Darbooven, Sol Le Witt, sowie kurze
interessante Passage über die Arbeit von Blinky Palermo.
Bazon Brock
Der Philosoph und Publizist, Autor der Besucherschule "Audiovisuelles Vorwort" der
documenta 5, äußert sich umfassend zur Rolle des Künstlers und Kunstvermittlers.
Ben Vautier
Der französische d5-Künstler führt einige seine Schriftbilder mit handgeschriebenen
Texten wie "Keine Kunst ist auch Kunst" oder "Kunst zerstören ist auch Kunst" vor und
spricht davon ausgehend über seine Vorstellungen von Kunst.
Klaus Rinke
Der Düsseldorfer d5-Künstler spricht auf der Aue-Wiese über seine Kunstaktionen, die er
dort vor dem Publikum inszeniert und die Reaktionen darauf; mit Aufnahmen von Aktionen.
Ernst Bloch
Der weltberühmte Philosoph äußert sich zum Begriff der Utopie sowie zu Erscheinungen
der Kunst im Allgemeinen, kein Bezug zur documenta 5, Band am 19. 6. 1972 im Tübinger
Wohnhaus von Bloch aufgezeichnet.
Gerry Schum
Der Düsseldorfer Videogalerist, verantwortlich für die Videogalerie der documenta 5,
spricht über die besonderen Aspekte des noch jungen Mediums Video in der Kunst.
Vito Acconci
Der amerikanische d5-Künstler erläutert ausführlich seine Performaces und erklärt die
Hintergründe seines documenta-Beitrags.
Vito Acconci
Mitschnitt der documenta-Performace des amerikanischen d5-Künstlers, dessen Werk als
eines der wichtigsten auf der documenta galt.
Marcel Broodthaers
Der belgische d5-Künstler spricht, nicht ohne Ironie, über seinen documenta-Beitrag, das
"Museum moderner Kunst - Abteilung Adler".
Vettor Pisani
1. Mitschnitt der Performance des italienischen d5-Künstlers, die aufgrund des Auftretens
einer nackten Frau in den ersten Tagen der documenta 5 eines der publikumsträchtigsten
Werke wurde.
Vettor Pisani
2. Mitschnitt der Performance des italienischen d5-Künstlers, die aufgrund des Auftretens
einer nackten Frau in den ersten Tagen der documenta 5 eines der publikumsträchtigsten
Werke wurde.
Walter König
Der auf Kunstbücher spezialisierte Buchhändler spricht über die Hintergründe der
Diskussion um den documenta 5-Katalog, der häufig wegen seines hohen Preises kritisiert
wurde und fordert günstigere Publikationen.
Charles Wilp
Der Düsseldorfer Künstler und Werbemann Charles Wilp, der mit seinen Arbeiten (u.a. Afri
Cola-Kampagne) ausführlich auf der d5 vertreten ist, spricht während einer exklusiv für
die Audiovisuelle Dokumentation inszenierten Trockeneis-Vorführung über Kunst und
Werbung.
Burkhard Schmidt und Ernst Bloch
Burkhard Schmidt spricht über die von ihm mitverantwortete Abteilung "Utopie und
Planung" der documenta 5, dazwischen Statements von Ernst Bloch zum Thema "Utopie
als kritisches Gegenbild" und "Utopie der Malerei", in dessen Tübinger Wohnhaus das Band
am 19. 6. 1972 aufgezeichnet wurde.
Eberhard Roters
Der Kunsthistoriker und Präsidialsekretär der Berliner Akademie der Künste spricht über
die von ihm verantwortete d5-Abteilung "Trivialrealismus & Trivialemblematik".
Hermann Nitsch
Der österreichische d5-Aktionskünstler erläutert seine oft sehr umstrittenen Aktionen,
berichtet über die unterschiedlichen Reaktionen und kündigt zukünftige Aktionen auf
einem kürzlich erworbenen Schloss in Österreich an.
Franz Erhard Walther
Der Hamburger d5-Künstler demonstriert den Umgang mit einen seiner Werksätze vor
Publikum und diskutiert anschließend mit vielen Erläuterungen über seine Arbeit
Klaus Staeck
Der Grafiker, Rechtsanwalt und Verleger kritisiert die documenta 5 vehement als
unpolitisch und unkritisch und bedauert, dass das alte sehr viel politischere Konzept der
documenta nicht umgesetzt wurde.
Isi Fiszman
Der Brüssler Teilhaber eines Druckkollektives bietet der documenta an, den allgemein als
zu teuer kritisierten Katalog (65,- DM) zu einem Verkaufspreis von 6,50 DM vollständig
nachzudrucken.
Harald Szeemann
Der künstlerische Leiter der documenta 5 äußert sich zu allen Aspekten der documenta,
besonders zu dem von ihm geprägten Begriff der "Individuellen Mythologien" und nimmt
Stellung zu der Kritik an der documenta.
Jean Christophe Amman
Der verantwortliche Ausstellungsmacher der Abteilung "Realismus" erläutert ausführlich
seine Konzeption und die Eigenarten dieser überwiegend amerikanischen Malerei. Ferner
äußert er sich zu der vehementen Kritik an dieser Abteilung.
Fritz Schwegler
Der Düsseldorfer, damals noch im Schwäbischen beheimatete, d5-Künstler führt seine
Bilderzählungen mit Gesang und Geräuschen vor und erläutert seine Arbeit.
Arnulf Rainer
Der österreichische d5-Künstler spricht über seine Fotoarbeiten, bei denen er sein
Gesicht übermalt und äußert sich zudem kritisch zum "Fotografischen Realismus".
HA Schult
Der Münchner d5-Künstler spricht ausführlich über seine biokinetische Landschaft mit
Soldat im Hof des Fridericianums.
Anatol und Betram Weigel
Beide d5-Künstler äußern sich anhand von Zeichnungen und Modellen zu ihren Arbeiten
unter dem Aspekt des Themas "Arbeitszeit".
Michael Hauptmann
Der Hamburger Galerist spricht über die Kunst der documenta und die Funktion des
Kunsthandels.
Willi Bongard
Der Kunstjournalist (Branchendienst art aktuell, Erfinder des Kunstkompass in "Capital")
spricht über die Rolle des Kunsthandels und die Bewertung von Kunstwerken.
Peter Iden
Der Kunst- und Theaterkritiker der "Frankfurter Rundschau", ursprünglich Mitarbeiter der
documenta 5, äußert sich, für ihn selbst überraschend, positiv über die d5.
Klaus Honnef
Der Direktor des Westfälischen Kunstvereins in Münster, zusammen mit Konrad Fischer
verantwortlich für die Abteilung "Idee + Idee/Licht" äußert sich zu den Eigenarten der
Konzeptkunst und die allgemeine Ratlosigkeit darüber.
Lil Picard
Die amerikanischen Kunstkritikerin und Künstlerin erzählt von New York, Andy Warhol und
eigenen Arbeiten. Sie zeigt sich begeistert von der neuen Kunst auf der documenta und
zieht gegen Ende des Gespräches ihre Perücke ab.
Arnold Bode
Der "Vater der documenta" spricht über Vergangenheit und Zukunft der documenta.
Besonderes Thema ist die "Five Car Stud" von Edward Kienholz, die außerhalb des
documenta-Etats finanziert durch das Engagement Bodes nach Kassel kam.
Willem Sandberg und Edy de Wilde
Willem Sandberg, Direktor des Israel-Museums in Jerusalem und Edy de Wilde, Nachfolger
Sandbergs als Direktor des Stedelijk-Museum Amsterdam, sprechen sehr unaufgeregt
über die Kunst der documenta.
Werner Haftmann
Der Direktor der Berliner Nationalgalerie und Mitarbeiter der ersten drei documenten
spricht allgemein über die Kunst des 20. Jahrhunderts und die Geschichte der documenta.
Das Band wurde vor der Eröffnung der d5 in Berlin aufgezeichnet.
Joseph Beuys
Der Düsseldorfer d5-Künstler erklärt ausführlich, warum er auf der documenta 5 nicht mit
einem Kunstwerk vertreten ist, sondern über 100 Tage mit fast ständiger Anwesenheit
das "Informationsbüro für direkte Demokratie" betreibt. Außerdem u.a. Äußerungen zum
d5-Phänomen des Fotografischen Realismus und zur Reaktion des Publikums auf die
documenta-Kunst.
Boxkampf Beuys : D. A. Christian
Mitschnitt des vollständigen Boxkampfes zwischen Joseph Beuys und David Abraham
Christian, Schiedsrichter Anatol, in einem Boxring im d5-Raum von Ben Vautier.
Lothar Orzechowski
Der Kunstkritiker der "Hessischen Allgemeine" spricht über die Besonderheiten der
Kunstvermittlung in der documenta-Stadt Kassel.
Klaus Gallwitz
Der Direktor der Kunsthalle Baden-Baden berichtet über seine Reisen nach Moskau und
Petersburg, um im Auftrag der documenta 5 Recherchen zum "Sozialistischen Realismus"
mit dem Ziel zu unternehmen, realistische Malerei aus der Sowjetunion in Kassel zu zeigen.
Das Projekt scheiterte jedoch.
Thomas Grochowiak
Der Direktor der Städtischen Museen in Recklinghausen und Oberhausen spricht über die
Besonderheiten der Kunstvermittlung im Ruhrgebiet und entwickelt die
Zukunftsperspektive des Museums als umfassenden Informationsort. Das Gespräch wurde
vor Eröffnung der d5 aufgezeichnet.
Krämer Badoni
Der langjährige Kunstkritiker der "Welt" zweifelt am Konzept der documenta 5 und am
Sinn des Interviews.
Heinz Ohff
Der Kunstbuchautor und Kunstkritiker des Berliner "Tagesspiegel" spricht über die Vielfalt
der neuen Tendenzen der Kunst auf der documenta.
Johannes Cladders
Der Direktor des Städtischen Museums Mönchengladbach und Mitarbeiter der Abteilung
"Individuelle Mythologie" spricht über die Neuartigkeit der präsentierten Kunst unter
diesem Begriff.
Dietrich Helms
Der Hamburger Kunstwissenschaftler spricht engagiert und kritisch über seine subjektiven
Eindrücke von der documenta.
Klaus-Jürgen Fischer
Der Maler und Herausgeber des Zeitschrift "das kunstwerk" übt hauptsächlich Kritik an
Konzept und Präsentation der documenta.
Jürgen Harten
Der stellvertretender Direktor der Düsseldorfer Kunsthalle und Sekretär der 4.
documenta 1968 spricht über die Veränderungen der Kunst seit der letzten documenta.
Darüber hinaus erläutert er die Zusammenarbeit mit dem belgischen d5-Künstler Marcel
Broodthaers für eine große Ausstellung in der Düsseldorfer Kunsthalle zum Thema "Adler".
Vor Eröffnung der d5 in Düsseldorf aufgezeichnetes Gespräch.
Hans Mangold
Der 1. Vorsitzende des Kasseler Kunstvereins und langjähriger Förderer der documenta
spricht über den Weg zur documenta 5, findet die Präsentation der documenta allerdings
eher mißlungen und äußert seinen Unmut.
Freiherr von Berchem
Der später unter dem Namen Franz Dahlem bekanntgewordene Kunsthändler und Autor
spricht subjektiv über die Kunst der documenta und kritisiert die realistische Malerei,
interessante kurze Passage über die Arbeit von Blinky Palermo.
Jan Peter Tripp
Der Wiener Maler spricht über die Malerei und die Abteilung zur Kunst der Geisteskranken
auf der documenta.
Ben Wargin
Der Berliner Galerist spricht in dem bereits vor der Eröffnung aufgezeichnete Band vor
allem über seine Galerie und die Berliner Kunstszene, Exkurs zum "Sozialistischen
Realismus".
Roger d'Hondt und Werner Kausch
Der belgische Künstler und sein Kasseler Galerist beklagen, dass so wenige belgische
Künstler (nur Panamarenko und Broodthaers) auf der documenta vertreten sind und
verweisen auf eine Ausstellung mit belgischen Künstlern in der Kasseler Galerie Studio
Kausch.
K.-H. Hering
Der Direktor des Kunstvereins der Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf spricht über
die Rolle der Kunstvereine und sein Programm, vor Eröffnung der documenta in Düsseldorf
aufgezeichnet.
Wendelin Niedlich
Der Stuttgarter Galerist äußert sich subjektiv und eher skeptisch zur documenta.
Karl Fastabend
Der Ingenieur ist Geschäftführer der Organisation für direkte Demokratie, dessen 1.
Vorsitzender Joseph Beuys ist. Er berichtet aus seiner Perspektive über diesen Beitrag
von Joseph Beuys auf der documenta.
Thomas Neuendorf und K.E. Jöllenbeck
Der Bruder des Hamburger Galeristen Hans Neuendorf leitet die Kölner Filiale der
Hamburger Galerie und spricht über das Galerieprogramm, den aktuelle Kunsthandel und
die Kölner Kunstszene.
Der Kölner und Essener Galerist K. E. Jöllenbeck äußert sich zu den amerikanischen
Fotorealisten, die auf die documenta präsentiert werden und die seine Galerie vertritt.
Till Neu und Jörn Weitz sowie zwei Marburger Studenten
Unterschiedliche Besucher der documenta 5 äußern unterschiedliche kritische Meinungen
zur Ausstellung.
Frau Eisenach
Die Studentin der Kunstpädagogik aus Schwäbisch Gmünd gibt ihre Eindrücke von der
documenta wieder.
Dietrich Albrecht und Mike Cullen
Als Besucher entwickelt der Künstler und Verlagsmitarbeiter ein Konzept für die nächste
documenta 6, das auf dem Schwerpunkt Kunstvermittlung beruht.
Der Berliner Galerist Mike Cullen vertritt die Künstler Franz Gertsch und Ben Schonzeit und
spricht über die realistische Malerei auf der documenta.
Milieu Protection
Mitschnitt eines Diavortrages der Gruppe "Milieu Protection", anschließend aus dem
Englischen übersetzte Erläuterungen dazu.
Milieu Protection und Jens Jorg Thorsen
Zwei Mitglieder der Gruppe "Milieu Protection", die vor dem Fridericianum mit an einer
große Holzskulptur bauen, erläutern ihre Motivation und singen zur Gitarre.
Der Aktionist Jens Jorg Thorsen, der sich als Situationist betrachtet, und mit
verantwortlich für die Holzskulptur ist, erläutert humorvoll seine Vorstellungen von Leben
und Kunst.
Abad/Benito/Muntadas/Llimos
Mitschnitte einer offensichtlich zusammenhängenden Performance mit verschiedenen
Künstlern; genauere Zuordnung nicht möglich.
Thomas Niggl und Jutta
Zwei junge Besucher der documenta verarbeiten ihre frischen Eindrücke in Form einer
Performace im Studio der Audiovisuellen Dokumentation.
Abraham David Christian
Der Kunststudent an der Kasseler Kunsthochschule plante einige Kunstaktionen für die
documenta 5 und berichtet, warum sie nicht durchführbar waren. Außerdem spricht er
über seine Kunstvorstellungen und zieht sich gegen Ende des Gespräches einen
Nylonstrumpf über den Kopf.
Wim Beeren
Der holländischer Ausstellungsmacher gibt einen aktuellen Überblick über internationale
Kunstausstellungen in Holland, besonders zu Sonsbeek 1971.
Manfred Roeder
Der Rechtsanwalt und Vorsitzender der "Deutschen Bürgerinitiative" äußert sich mit
rechtsradikalen Argumenten gegen den Verfall der Sitten und besonders gegen die auf
der documenta gezeigte Kunst.
Rudolf Zwirner
Der Kölner Galerist, Sekretär der documenta 2 von 1959, spricht über die Entwicklung der
Kunst und der documenta seitdem und übt Kritik an den ersten politischen Konzepten der
documenta 5 und an Bazon Brock; aufgezeichnet vor Eröffnung der d5 in Köln.
Kurt Leonhard
Der Kunstpublizist und Kunstwissenschaftler, der 1955 eine der wenigen positiven
Kritiken über die documenta 1 schrieb, spricht über die Entwicklung der Kunst seitdem
und die Schwierigkeiten mit der heutigen Kunst.
Howard Fried
Mitschnitt der Performance des amerikanischen d5-Künstler Howard Fried. Unter dem Titel
"Indianischer Kriegstanz" kämpfen zwei Ringer gegeneinander. Der Sieger erhält nach jeder
Runde einen Schluck Whiskey; die Performance endet, wenn nur noch einer steht.
Christos Joachimides
Der Publizist und Ausstellungsmacher übt kenntnisreich vehemente Kritik an zahlreichen
Aspekten der documenta 5.
Hans Jürgen Müller
Der Kölner Galerist, der nach Demonstrationen gegen den Kölner Kunstmarkt 1967 seine
Galerie zeitweise geschlossen hatte, äußert sich zur Funktion von Kunst in der
Gesellschaft und spricht positiv über die documenta 5 als einen wichtigen Meilenstein.
Karin Thomas
Die Autorin von Büchern zu aktuellen Kunst spricht sowohl über negative wie positive
Aspekte der documenta 5 und kritisiert vor allem die mangelnde Vermittlung für das
Publikum.
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- > Projektbeschreibung
- > Kommentar von Christoph Blase
- > Biografien der interviewten Personen: A - M | N - Z
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