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ZKM_Medialounge

documenta 5
Die »Audiovisuelle Dokumentation« von Karl Oskar Blase

Eröffnung der Medialounge durch Christoph Blase
[16.01.2002]

Ausstellung :: 17.01. - 17.03.2002

Die neue ZKM | Medialounge soll in Zukunft Medienmuseum und Mediathek miteinander verzahnen. Am 16. Januar um 18 Uhr wird der neue ZKM-Ausstellungsbereich im Vorraum der Bibliothek mit der Präsentation des d5-Videoarchivs von Karl Oskar Blase eröffnet, das am ZKM digitalisiert wurde. Diese »Audiovisuelle Dokumentation« gehörte wie die Besucherschule von Bazon Brock zu den neuen Informationsstrukturen der documenta 5, die 1972 unter der künstlerischen Leitung von Harald Szeemann zu einem Mythos der Ausstellungsgeschichte des 20. Jahrhunderts wurde. Konzept-Art und Performance wurden erstmals breit gezeigt, Abteilungen zu Werbung, Kitsch, Politischer Propaganda oder Science Fiction brachen den üblichen Rahmen einer Kunstausstellung auf. Joseph Beuys zeigte kein künstlerisches Werk mehr, sondern diskutierte hundert Tage lang mit Besuchern in seinem Büro für »Direkte Demokratie«. Durch Blases »Audiovisuelle Dokumentation« konnten Besucher aus einer wachsenden Zahl von Video-Interviews mit Künstlern, Vermittlern und Besuchern auswählen und sich die Bänder auf zwei Monitoren vorführen lassen. Das Programm startete mit rund 20 vor der Eröffnung aufgenommenen Videos und umfasste am Ende 70 Bänder mit über 80 Gesprächen und Performance-Mitschnitten.

- > Kommentar von Christoph Blase

- > Liste der Videobänder

- > Biografien der interviewten Personen: A - M | N - Z

- > Ausschnitte aus den Videobändern als Streaming Video

° Linkempfehlungen ::

- > Kann man hier Pingpong spielen?
Johannes Cladders über die Funktion des Antimuseums und die Geschwindigkeit einer Institution. Das Gespräch führte Hans- Ulrich Obrist. Cladders Schrieb den einleitenden Text zur von Szeemann kuratierten d5 Ausstellungsabteilung »individuelle Mythologien«.

- > Die offizelle Startseite der aktuellen Dokumenta bietet Zugriff auf die Geschichte.

- > Documenta-Archiv
Kunstgedächtnis der Stadt Kassel.1961 gegründet nach der Idee von Arnold Bode, dem Vater der Dokumenta. Konzipierten die Wiedervorlage d5. Eine Befragung des Archivs zur documenta 1972.

- > Artikel von Klaus Honnef, Co-Kurator der d5, in Die Welt über die Ausstellung »Wiedervorlage d5« in Kassel und die Entwicklungen seitdem.

- > Bazon Brocks: »Ästhetik als Vermittlung« [1977]
führt in den »Bilderkrieg« ein und erläutert den Wirklichkeitsanspruch der Bildwelten heute am Beispiel der d5 Exponate.

- > Komprimierte Geschichte der documenta in Schlagworten und Highlights.

- > zu Hans Szeemans Konzept der 48. Biennale von Venedig, 1999
[in: artnet.com, 09.04.1999]

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