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36.
Aurora Reinhard, Poikatyttö boygirl, 2002
Kurze, blonde Haare, langer grauer Kapuzenpulli, rundliches Gesicht,
tiefe Stimme. Bei Poikatyttö - boygirl von Aurora Reinhard werden Begriffe
wie Mann", Frau", Junge", Mädchen",
lesbisch", asexuell" neu definiert. Drei junge Frauen
berichten, wie ihr Umfeld auf ihr asexuelles oder eher männlich konnotiertes
Erscheinungsbild reagiert, und wie sie gelernt haben, damit umzugehen. [Carmen Beckenbach] |
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37.
Oliver Ressler, This is what Democracy looks like!, 2002
1. Juli 2001: In Salzburg tagt das World Economic Forum, ausgeschlossen
davon: alle Nicht-Millionäre; alle, die durch die ökonomische
Globalisierung ihre Chance auf Besserstellung, Arbeit und Kultur verlieren.
Um Kritik auszuschließen werden alle Demonstrationen (abgesehen von
einer kleinen Stehkundgebung) untersagt. Dennoch treffen sich über
900 Globalisierungsgegner. Oliver Ressler zeigt die verbotene Demonstration
und führt Interviews mit Teilnehmern. Er macht mit seinem Beitrag deutlich,
wie undemokratisch die viel gepriesene westliche Demokratie sein kann. [Barbara
Könches]
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38.
Ira Schneider, NAM JUNE PAIK is Eating SUSHI in SOUTH BEACH (Miami, Florida)
/ 1998, 1998
Ira Schneider lässt den Vater der Medienkunst nicht einfach nur Sushi
essen! Nam June Paik isst die fast schon zu Ikonen gewordenen Abbilder seiner
Kunstwerke: einen Fernseher, einen Buddha, eine Weltkugel. Zwischen Stäbchen
gehalten verschwinden sie Happen für Happen in seinem Mund. [Carmen Beckenbach]
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39.
Corinna Schnitt, Das schlafende Mädchen, 2001
Nach einer langen Plansequenz über eine sterile Neubausiedlung (in
der sogar der Spielplatz nicht das geringste Anzeichen von Menschlichkeit
vermittelt) konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf ein Wohnzimmer, in
dem aus dem Off die Stimme eines Versicherungsmakler zu hören ist,
der gerade eine Nachricht auf einem Anrufbeantworter hinterlässt. Das
Hauptthema ist überraschenderweise die Rückgabe seines Kugelschreibers
und nicht wie vielleicht zu vermuten wäre ein Bausparvertrag. Mit dem
Blick in das Wohnzimmer taucht zum ersten mal die Protagonistin des Videos
auf: ein schlafendes Mädchen. Es handelt sich um das gleichnamige Gemälde
des holländischen Interieurmalers Jan Vermeer, dessen rätselhafte
Interieurs bis heute noch zahlreiche Fragen offen lassen. [Carmen Beckenbach]
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40.
skop, I KNOW WHERE BRUCE LEE LIVES, 2001
Mit dem ultra-interaktiven Kung-Fu-Remixer von Skop wird der Nutzer eingeladen,
seine individuelle Bruce Lee Hommage zusammenzustellen. Dabei bieten sich
über ein Interface, mit einer schaurig-schönen Holzimitatoberfläche,
die vielfältigsten Möglichkeiten von Jetzt bist Du dran!"
bis Ich werde Dich zur Hölle schicken!" an. Kurze Sequenzen
von Kampfszenen, chinesische Schriftzeichen, todeshungrige Gegner und typische
Bruce-Lee-Posen können je nach Laune mit mysteriöser, siegeshymnischer,
bedrohlicher oder spannungsgeladener Musik unterlegt werden. Das Ergebnis
ist ein Konzentrat aller Klischees, die einem in den Sinn kommen, wenn man
den Namen des Schauspielers Bruce Lee hört. [Carmen Beckenbach] |
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