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31. Hansjörg Palm, key-codes oder der Schlüssel steckt..., 2002
Mit über 70 Schuh-Auftritten veranschaulicht Hansjörg Palm auf spielerische Weise die unterschiedlichsten Gegensatzpaare und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei kodiert er Begriffe wie „Anfang und Ende", „Schmutz und Sauberkeit", „Krieg und Frieden", „Berg und Tal" durch selbstgefertigte Schuhmodelle.
[Carmen Beckenbach]
   
  32. Daniel Pflumm, CNN Questions and Answers, 1997
Als Ausgangspunkt der Arbeit von Daniel Pflumm dient die CNN-Sendung Questions and Answers. Doch handelt es sich hier nicht um die übliche Expertenbefragung, vielmehr wurde eine augenfällige Reduzierung vorgenommen. Pflumm konzentriert sich auf den minimalen Augenblick eines Augenaufschlages, den er als Loop unendlich wiederholt. Die monotone Musik betont diesen Zustand der immerwährenden Wiederkehr. Kommunikation, gar ein Dialog, findet nicht statt. Was bleibt ist das klassische Erscheinungsbild einer Nachrichtensendung mit den stereotypen Bildern einer Fernsehschaltung von Washington in die Schweiz.
[Carmen Beckenbach]

   
  33. Walid Ra‘ad, Hostage, The Bachar Tapes / 2001, 2001
Souheil Bachar wurde 1985 im Libanon entführt, drei Monate in eine Zelle gesperrt, die er mit fünf amerikanischen Geiseln teilen mußte. Eindrucksvoll berichtet Bachar über seine Gefangenschaft, über das Verhältnis zu den fünf Amerikanern. Er erzählt vom sexuellen Missbrauch, wie auch vom massenmedialen Desinteresse an seiner Person. [Barbara Könches]
   
  34. Patrick Rau, Video Scans Image Creation Method, 2002
Ein Film besteht aus mehreren Einzelbildern, die aneinandergereiht werden. Erst durch die spezielle Form der Wiedergabe ergibt sich im Auge des Betrachters ein Film. Gerade diese Tatsache stellt das Projekt Video Scans Image Creation Method auf den Kopf. Mittels eines Scanners, der auf einen Bildschirm plaziert wird, werden die bewegten Bilder auf ein einziges Bild reduziert. Dabei kommt es aufgrund der technischen Bearbeitungsdauer zur visuellen Zusammendrängung der einzelnen Frames auf ein einziges Bild. Je nachdem, welcher Film als Grundlage dient, ergeben sich die unterschiedlichsten Abstraktionsgrade, wobei der Faktor Zeit, sei es nun die Zeit des Filmes oder die des Scanvorgangs immer offensichtlich bleibt. [Carmen Beckenbach]

   
  35. Jan Rehwinkel, Der Tag X, 2002
Nach einem längeren Aufenthalt im Ausland erwartet man bei der Rückkehr, dass sich die unmittelbare Umgebung verändert haben müßte, da man selbst Neues erlebt hat. Letztlich ist man dann enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass sich nichts verändert hat. Bei Der Tag X von Jan Rehwinkel wurden Personen u.a. nach ihren Erinnerungen an bestimmte Plätze, Straßen und Orte befragt, die heute verändert aussehen. Anders als nach einer Reise sind die Erinnerungen daran tief vergraben und müssen neu aktiviert werden. Die einst alltäglich wahrgenommene, gewohnte Umgebung verliert durch die zeitlichen Distanz an Klarheit. Nur alte Fotos mögen als Erinnerungsstütze dienen. [Carmen Beckenbach]

 
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