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26. Henrik Mauler, Kontaktschmelze, 2002
Dass auch die Wissenschaft von Bildern abhängig ist, wird nicht länger bezweifelt. Ob Diagramme, Röntgen- oder Infrarotaufnahmen: ohne Anschauung - keine Glaubwürdigkeit! Henrik Mauler macht sich die Boole´sche Algebra, auf deren Grundlage die logischen Operationen der Rechner basieren, zu Nutze, um Gegenstände zu verschmelzen, die in der Realität nie zueinander fänden. Dadurch wird die Absurdität von manch logischem Schluss einsichtig. [Barbara Könches]
   
  27. Stefan Micheel, terra nullus, 2001
Stille herrscht in dem Beitrag von Stefan Micheel. Menschenleere Straßen, vereinsamte Plätze, hier und da durchstreift ein Vogel den Luftraum. Berlin – die Metropole, ausgestorben, entvölkert, stumm. Die Zeit der Aufnahmen wird vom Künstler um den 11.09.01 datiert, ein signifikantes Memorial, das den Bildern eine zusätzliche hermeneutische Ebene zuweist. [Barbara Könches]
   
  28. Angelika Middendorf, ID_TRANSIT. Track I – IV, 2000
Bei ID_TRANSIT handelt es sich um eine vierteilige Videocollage, der 25 Interviews als Grundlage dienten. Thema der Gespräche war, inwieweit sich der Realitätsbegriff durch neue technologische Entwicklungen verändert hat. Zu den Befragten gehörten u.a. der Medienwissenschaftler und Kulturkritiker Stefan Heidenreich, die Hochleistungsschwimmerin Anne Wiesner und die Kunsthistorikerin und Kuratorin Catherine David. Mittels der verschiedenen sprachlichen und bildnerischen Ebenen, wird das Thema der Interviews Gegenstand der Präsentation, und es zeigt sich dabei, inwieweit sich Sinn und Kontext verselbstständigen können. [Carmen Beckenbach]

   
  29. Wolfgang Oelze, Silencers, 1999
Für die Videoinstallation Silencer (dt. Schalldämpfer) sammelte Wolfgang Oelze Videosequenzen aus Spielfilmen, in denen Gegenstände versehentlich „erschossen" werden. Diese nebensächlichen Details eines Filmes – denn wer achtet schon bei einem Krimi darauf, welche Vase nun wie zerschossen wird? – unterteilte er in verschiedene Kategorien. Dadurch entstand ein Katalog von „Schnappschüssen", die durch die räumliche Präsentation wieder in ein Wirkungsfeld zurückgeführt werden. Der tote Gegenstand bekommt für einen Augenblick Leben eingehaucht. [Carmen Beckenbach]

   
  30. Marko Ornik, Blok vs. POLE, 2000/01
Bei Blok VS Pole handelt es sich um weiteres Beispiel eines Clubvideos. Ein Mann auf einer Schaukel, sich um die eigene Achse drehend, Hände die einen menschlichen Oberkörper verkabeln, ein Helm – das einzige Elemente, das die verschiedenen Bildsequenzen miteinander verbindet, ist eine runde Scheibe in der Bildmitte. Leicht vibrierend reagiert sie auf die monotone Musik. [Carmen Beckenbach]

 
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