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6. Ursula Biemann, Writing Desire, 2000
Die Künstlerin untersucht die Rolle der Frau auf Grund der typischen Bilder, die in den Massenmedien kursieren. Ähnlich wie bei Tobias J. Anderson haben wir es hier mit einer hoch entwickelten, diffizilen und auf sozialen Gewohnheiten basierenden Bildersprache zu tun. Im Gegensatz zu den normativen Pictogrammen, die vereinbarte Handlungsbedingungen und Verhaltensanweisungen bestimmen, sind die sogenannten „Rollenklischees" uneingestandene oder unbewußte Anleitungen für ein affirmatives Verhalten innerhalb einer sozialen Gruppe. Diese sichtbar zu machen bedeutet nicht zuletzt, Machtstrukturen aufzudecken. [Barbara Könches]

   
  7. Mark Boswell, USSA: Secret Manual of the Soviet Politburger, 2001
„Found Footage", also Filmmaterial aus Kino und Fernsehen, kombiniert Mark Boswell so, dass die Geschichte „Wie der Hamburger in die Welt kam" gleich einem Spionagethriller geschildert wird. Mit Ironie und Humor kritisiert Boswell die Kultur der USA, des „American way of Life", anhand der ihr eigenen Mittel. Ein Stück anschauliche und kurzweilige Selbstreflexion. [Barbara Könches]
   
  8. Bryan Boyce, State of the Union, 2001
Auch dieses Band kokettiert mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. Die Teletubbies, vor wenigen Jahren von der BBC erfolgreich eingeführtes Warenzeichen für das postnatale Fernseherlebnis, werden in ihrer medienpädagogischen und unterhaltenden Absicht konterkariert, indem Präsident Bush als prall gelb aufgehende Sonne ein vernichtendes Spiel initiiert. [Barbara Könches]
   
  9. Susanne Brügge, Das Kartenwerk, seit 1990
Mit ihrem Kartenwerk unternimmt es Susanne Brügge die „Gestaltungsweisen der Alltagskultur, ihre Konnotationen und Gebrauchsweisen" zu untersuchen. Hinter der Maske der Wissenschaft – die Karten werden typisiert, numeriert und katalogisiert - verbirgt sich die alltägliche menschliche Willkür. [Barbara Könches]
   
  10. Sunah Choi, Learning Asia, 2001/02
Vergleichbar der Arbeit von Ursula Biemann spürt Sunah Choi den mentalen Bildern, den Klischees, nach. Per Internet-Recherche untersucht sie die Identität Asiens, bastelt die Vorstellung über einen Kontinent wie ein Puzzle zusammen aus dem massenmedialen Gebrauch von einzelnen Text-, Sprach- oder Bildfragmenten. [Barbara Könches]

 
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