: ZKM :: Tagesnews :: 20. 12. 2000
 
 

  

÷ Aktuelle Kunst :: Die GAK - Bremer »Gesellschaft für Aktuelle Kunst« stellt in erster Linie internationale avantgardistische Kunst vor, wobei das Augenmerk besonders den jungen, noch unbekannten Positionen gilt. Nicht ganz der Titulierung entsprechend, zeigt das Programm des GAK vorwiegend performative Arbeiten und Videoinstallationen. Weil aber "sämtliche Projekte theoretisch gut fundiert" sind, wie Jury-Sprecher Klaus Gallwitz argumentierte, wird der GAK im kommenden Jahr auf der 13. Art Frankfurt den mit 25.000 DM dotierten »Adam-Elsheimer-Preis« für herausragende Kunstvereine verliehen.

÷ Exploding Cinema 2001 :: Vom 24.01. - 04.02.2001 findet zum dreißigsten Mal das Internationale Filmfestival Rotterdam statt. Ein Schwerpunkt des Programmes sind die jüngsten Entwicklungen im Bereich des digitalen Films, dem sich die Sektion Exploding Cinema widmet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Veränderungen narrativer Strukturen sowie auch neuen Formen der Produktion und Distribution, die insbesondere aus der steigenden Zahl speziell für das Internet produzierter Filme und interaktiver cinematographischer Projekten resultieren.

÷ Konrad Zuse :: Konrad Zuse (1910-1995) war der Schöpfer der ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechenanlage - "Z3" war 1941 betriebsfähig. Nur die wenigsten wissen, daß er noch vor dem amerikanischen Harvard-Professor Howard H. Aiken den Computer erfunden hat. Initiiert durch den erst kürzlich aus der Taufe gehobenen Verein Zuse Park, soll dem Erfinder in dessen Heimatstadt Berlin nun ein Museum gewidmet werden. Da nicht nur eine Dokumentation des Lebens Konrad Zuses, sondern auch der Geschichte des Computers geplant ist, soll das Unternehmen durch Bill Gates finanziert werden, wie Telepolis heute zu berichten weiß.

÷ Link des Tages :: http://www.ljudmila.org/quantum.east/

÷ Zaha Hadid :: Ihre architektonischen Entwürfe zeigen scheinbar schwebende Kuben, sich endlos schlängelnde Korridore und ineinander verkeilte, spitzwinklige Baukörper, und obwohl von Zaha Hadids Modellen erst relativ wenig realisiert wurden, gehört die gebürtige Irakerin zu einer der wenigen Frauen mit Weltruf im erlesenen Kreis von Gehry, Scharoun und Libeskind. Spektakuläre Beweise ihrer Baukunst sind die Feuerwehrstation in Weil am Rhein und gleicherorts der Pavillon für die Landesgartenschau 1999. Folgen werden in Wolfsburg das Science Center und in Rom ein »Museum für zeitgenössische Kunst«. Nun würdigt die Berliner Galerie Aedes der Architektin eine Werkschau. Rainer Haubrich hat die Ausstellung gesehen; Christiane Baumeister führte ein Interview mit der exzentrischen Künstlerin. [Zaha Hadid - Urban Architecture | Galerie Aedes | 8. Dezember 2000 - 30. Januar 2001]

÷ Photographie als Abstraktion :: Die Abstraktionstendenzen in der Photographie vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute dokumentiert anhand von rund 200 Hauptwerken der Gattung die aktuelle Ausstellung der Kunsthalle Bielefeld [noch bis zum 18.02.2000]. Neben den für die Abstrakte Photographie wegweisenden photographischen Untersuchungen von Muybridge, Marey, Mach und Strindberg sind Werke aus den Jahren von 1916 bis 1923 von etwa Man Ray, Moholy-Nagy, Steichen, Stieglitz oder Strand zu sehen. Der Bogen spannt sich von den Hauptvertretern der internationalen Avantgarde der 20er und 30er Jahre über die informelle und abstrakt-expressionistische Photographie [u.a. Siskind. Lotte Jacobi oder Hajek-Halke], die Ingenieursästhetik und seriellen Konzepten der 60er Jahren bis hin zu jüngsten Arbeiten, die den Aspekt der Repräsentation konzeptueller Überlegungen in den Mittelpunkt rücken.

 
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