: ZKM :: Tagesnews :: 04. 10. 2000
 
 

  

÷ La Biennale de Montréal 2000 :: Noch bis zum 29. Oktober 2000 findet zum zweiten Mal die vom CIAC [Centre international d'art contemporain de Montréal] initierte Biennale von Montréal statt. Das Programm umfaßt u.a. die Netzkunstausstellung L'autre monde / Out of this World sowie die Ausstellung Tout le temps/ Every Time, die mit Installationen, Skulpturen, Photographien und Videoarbeiten aktuelle künstlerische Positionen zum Thema »Zeit« präsentiert.

÷ Eine Phänomenologie der Medien :: skizziert Boris Groys [Professor für Philosophie und Medientheorie, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe] in seiner aktuellen Publikation »Unter Verdacht« [München: Hanser, 2000]. Stellung zu seinen Thesen bezieht Groys in einem heute bei nettime veröffentlichten Interview von Geert Lovink.

÷ Wem gehört das Wissen :: im Zeitalter des Internet? Die Heinrich Böll Stiftung initiierte in Kooperation mit dem Netzwerk Neue Medien und dem FFII e.V. (Förderverein für eine freie informationelle Infrastruktur) eine zweitägige Fachtagung (20./21.Oktober 2000), um dieser Frage nachzugehen. Die tiefgreifenden Auswirkungen des Mediums Internet auf soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Ebenen sind unbestritten. Welchen Schutz dabei das geistige Eigentum braucht, um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft und Gesellschaft zu stimulieren und zugleich den öffentlichen Zugang zum Wissen zu garantieren, ist nur ein Schwerpunkt der Tagung, zu der Referenten unterschiedlicher Disziplinen eingeladen wurden, darunter Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft; Jeanette Hoffmann, Politikwissenschaftlerin; Wolfgang Tauchert, Deutsches Patent- und Markenamt; Christel Marquardt, innominate AG; Lars Gollnow, gnutella.de; Andreas Bogk, ChaosComputerClub. Lokalität wird die Galerie der Heinrich Böll Stiftung in den Berliner Hackeschen Höfen sein. Anmeldungen sind noch bis zum 16. Oktober möglich.

÷ Veränderungen in der Architektur des Cyberspace :: durch wirtschaftliche und staatliche Kontroll- und Regulierungsmechanismen beschreibt der Jurist Lawrence Lessig in dem Artikel »Rettet das Internet!«, der heute als Vorabauszug bei der taz nachzulesen ist [erscheinen wird der Aufsatz in Transit 19 - »Triumph des Marktes?«, Verlag Neue Kritik]. Lessig, Autor des Buches Code and Other Laws of Cyberspace [1999], lehrt an der Stanford Law School und ist Mitglied des Berkman Center for Internet & Society der Harvard Law School.

 
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