: ZKM :: Tagesnews :: 23. 05. 2000
 
 

  

Der anagrammatische Körper :: Künstlerin des Tages

Victoria Vesna [USA] :: Bodies INCorporated [1996-2000]

Victoria Vesna ist Netzkünstlerin, die multi-user environments in VRML [virtual reality markup language] schafft. Für ihre Website »Bodies INCorporated« hat sie in enger Zusammenarbeit mit Programmierern die Konstruktion drei-dimensionaler virtueller Körper und einer aus diesen Körpern bestehenden virtuellen Gemeinschaft ermöglicht (inzwischen sind mehr als 50.000 Avatare entstanden). Um diese Website benützen bzw. am Projekt partizipieren zu können, muß man sich zunächst einer Registrierung unterziehen und sich mit den Regeln der »Corporation« einverstanden erklären. »Lesen sie mehr...

÷ EXPO 2000 / ZKM - Kooperation :: Im Rahmen der Expo 2000 präsentiert das ZKM innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst und Technologie.
In Hannover inszeniert der Volkswagenkonzern ab Juni 2000 in der Autostadt Wolfsburg die Schau »Automobilität für alle«. Im sogenannten »Skoda Pavillon«, einer haushohen Kuppelarchitektur zeigt das ZKM Institut für Bildmedien die Installation "Zimmer mit Aussicht" des Prager Künstlers Michael Bielicky. In Zusammenarbeit mit dem Künstler und Computerwissenschaftler Bernd Lintermann und den Komponisten und Sound-Designern Torsten Belschner und Francis Wittenberger entstand in den letzten Monaten eine aufwendige interaktive Installation, die erstmals die am ZKM entwickelte Digital Dome Projection Technology (DDP) einsetzt.
Das ZKM.Online-Magazin berichtet zur Eröffnung des Skoda-Pavillons am 1. Juni 2000 und zeigt erste Bilder aus der 360° Kuppelprojektion.

÷ Mobiles Internet :: Im Jahr 2002 werden voraussichtlich 200.000 Europäer über ihr Handy mit dem Internet verbunden sein. Hält der Trend zum Handy an, wird es 2003 bereits mehr Handys mit Internetzugang als internetfähige Computer geben. Wenn diese von Nokia kolportierten Zahlen stimmen, dann werden sich die Gestalter von Webinterfaces völlig neu orientieren müssen: Bei der minimalen Größe der gängigen Handydisplays sind der grafischen Gestaltung enge Grenzen gesetzt. Je mehr Handys den Zugang zum Netz bestimmen, desto wichtiger wird das Interfacedesign für Netzhandys und die zugehörigen Applikationen. Das Institut für Netzentwicklung am ZKM beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit den Möglichkeiten von WAP-Anwendungen. So ist die Newspage von zkm.de über den Link http://on1.zkm.de/zkm/wap jederzeit über einen WAP-Browser abrufbar.

÷ Apropos WAP :: Während die deutsche Presse dem Internet-Zugang per Handy nur geringe Marktchancen einräumt und Studien sich skeptisch zeigen, sind in Japan nach einem Bericht das SPIEGEL bereits jetzt schon mehr Surfer per Handy unterwegs als per PC. E-Mail, Online-Banking und eine Auswahl(!) von 7000 Websites sind die 'Killer-Applikationen' beim grössten Online-Provider i-mode.

÷ Palm Art :: Die kongeniale Einzelhälfte des deutschen Art-Reporter Duos, Dave Bruckmayr, zeigt überzeugend, daß auch mit kleinen »Mobile Devices« große Kunst gemacht werden kann. Sein auf einem Palm III entstandenes Meisterwerk Pop meets God wurde bereits in die »Old Mail 1999/New Mail 2000«-Sammlung der Gallery 621 aufgenommen.

 
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