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Gary Hill ::: 1951 : USA

Titel:: Cut Pipe
Art:: Video-, Audioinstallation
Jahr:: 1992

Ein Hauptthema des vielschichtigen und umfangreichen Werkes des amerikanischen Videokünstlers Gary Hill [*1951, Santa Monica] ist die Reflexion von Wahrnehmungsprozessen. Dabei verbindet sich die Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit des Videobildes, dessen integraler Bestandteil für Hill der Ton ist, mit unterschiedlichen Ansätzen der diskursiven Analyse und Verwendung von Sprache als Bedeutungs- und Zeichensystem. Diese Fragen nach Repräsentation und Präsenz sind auch stets unmittelbare Diskurse über den Körper - als Abbild, Oberfläche und Instanz der Bedeutungsgeneration und Verbindung der heterogenen Zeichensysteme.
Mit der formal äußerst präzisen Konzeption seiner Arbeiten im Bereich der Bild- und Tongestaltung sowie auch der räumlichen, skulpturalen, entwirft Hill Strukturen, die die einzelnen Bestandteile in einen komplexen Kreislauf der stetigen gegenseitigen [Neu-] Definition eintreten lassen: Immaterielle, flüchtige Systeme der stetigen Verschiebung, Verschmelzung und Ablösung von Konstituenten und Bedeutungen.

Die Arbeit »Cut Pipe« besteht aus zwei Abschnitten eines starken Aluminiumrohres, die sich in einem Abstand von ca. 20 cm auf dem Boden gegenüber liegen. Eine der Öffnungen wurde mit einem runden Lautsprecher verschlossen, auf dessen Oberfläche ein schwarz-weißes Videobild aus der gegenüberliegenden Öffnung heraus projiziert wird. Man sieht zwei Hände die einen Lautsprecher ertasten. Begleitet wird dieser Loop von einem von Hill verfaßten und gesprochenen Text. Er erklingt aus einem Lautsprecher, der - nicht sichtbar- im Inneren der zweiten Röhre fixiert wurde.

my skin, its skin, forming another skin [...]
stretching the skin taut... touching sound ... touching image ... touching ... I want your mind for the skin space ... I want to spread the skin ... I want to cover my voice with the skin

Der Text beschreibt in einfacher Syntax den Vorgang des Ertasten, ist Reflexion und Kommentar zur Rückbezüglichkeit von Videobild und den skulpturalen Elementen. Er konstituiert, beschreibt und definiert den immateriellen Raum zwischen den beiden Teilen des Objektes, verschmilzt im Kommentieren und als eigenständiges Element die differenten Qualitäten von Abbild und Objekt, verbindet die heterogene Materialität und Funktionalität der Repräsentation durch die eigene Oszillation zwischen diesen Polen.
Thematisiert wird hier auch das sensorische [subjektiver] Erfahren von Sprache und Bild, die Verschränkung und Veränderungen von visueller und akustischer sowie kognitiver Bedeutungskonstruktion.

-> Text: Yan Stanton

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· Lynne Cook: Gary Hill: Jenseits von Babel« [Auszug]
  [in: »Gary Hill«, Ausstellungskatalog Stedelijk Museum Amsterdam und
  Kunsthalle Wien, Amsterdam 1993]




Collection Pamela and Richard Kramlich;
courtesy Thea Westreich Art Advisory Services;
Foto: Thea Westreich Art Advisory Services


 
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Last update: Mittwoch, 1. September 2004 um 17:17:24 Uhr
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